Beipackzettel 39
Wissenswertes für Kunden und Partner von mt-g.
November 2016
Im Fokus
Dolmetscharten
Bei der Menge an unterschiedlichen Dolmetscharten und -methoden ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten. Daher haben wir 4 kleine Übersichtsartikel für Sie erstellt, die Ihnen die einzelnen Dolmetscharten und -methoden näherbringen sollen.
Simultandolmetschen
Das Simultandolmetschen stellt das Nonplusultra der Dolmetschmethoden dar. Das Übertragen von gesprochenem Inhalt in eine andere Sprache beinahe in Echtzeit fordert dem Gehirn des Dolmetschers Höchstleistungen ab. Das simultane Aufnehmen, Übersetzen und Wiedergeben ist ein wahres Neuronenfest und entsprechend anspruchsvoll. Daher arbeiten Simultandolmetscher bei Konferenzen oder länger andauernden Veranstaltungen stets im Team, um sich nach gewissen Zeitabständen beim Dolmetschen abzuwechseln. Das geschieht meistens ungesehen vom Beobachter, denn gerade Konferenzdolmetscher arbeiten in Dolmetschkabinen abseits des eigentlichen Publikums.

Übrigens handelt es sich beim Simultandolmetschen eher um eine Dolmetschmethode als um eine Dolmetschart. Die bekannteste Durchführungsart ist das bereits erwähnte Konferenzdolmetschen. Weniger bekannt, dafür nicht weniger anspruchsvoll, ist die Chuchotage, (frz. chuchoter = flüstern) auch „Flüsterdolmetschen“ genannt, bei dem einem oder einigen wenigen Teilnehmern die Übersetzung zugeflüstert wird. Diese Art des Dolmetschens beansprucht die Stimme aber sehr stark und kann nicht über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden. Der große Vorteil von beiden Dolmetscharten ist, dass sie erheblich Zeit einsparen – gerade im Vergleich zum Konsekutivdolmetschen.

So effizient das Simultandolmetschen auch sein mag, es ist nicht zwangsläufig die beste Wahl. Prüfen Sie daher situationsabhängig mit Ihren Ansprechpartnern von mt-g, welche Dolmetschmethode (Simultan- oder Konsekutivdolmetschen) und welche Dolmetschart (Chuchotage, Gesprächsdolmetschen etc.) für Ihren Einsatz sinnvoll erscheinen.
Gesprächsdolmetschen
Der ein oder andere hat es im Berufsleben, in der Familie oder auf Reisen selbst schon erlebt: Man übersetzt Gesprochenes in kurzen Abständen für jemanden, der in einer Fremdsprache nicht bewandert ist. Im professionellen Bereich nennt man dies Gesprächsdolmetschen. Der Unterschied zum Konsekutivdolmetschen besteht darin, dass hierbei viel kürzere Redeabschnitte in einem dynamischen Umfeld nacheinander übertragen werden. Der Dolmetscher greift hierbei auf keine technischen Hilfsmittel zurück und interagiert mit den Personen direkt. Gerade bei Vertragsverhandlungen oder internationalen Meetings wird gerne auf diese Dolmetschart zurückgegriffen, da der Dialog zwischen den Teilnehmern stets aufrechterhalten werden muss. Ein großer Vorteil besteht auch darin, dass sich der Dolmetscher mit den Verhandlungspartnern stets über das Thema austauschen kann, um beispielsweise bei komplexen Sachverhalten den richtigen Ton zu treffen oder das richtige Wort zu finden.
Konsekutivdolmetschen
Das Konsekutivdolmetschen umfasst die zeitversetzte Verdolmetschung langer Redeabschnitte eines Sprechers. Im Gegensatz zum Gesprächsdolmetschen sind die zu übersetzenden Gesprächsbeiträge weitaus umfangreicher, weswegen diese Dolmetscher auf ein ausgeklügeltes Notizsystem zurückgreifen, um ihre Übertragung so akkurat wie möglich gestalten zu können. Der große Vorteil dieser Dolmetschart liegt darin, den fremdsprachlichen Beitrag eigenständig und klar verständlich zu übertragen, ohne dass auf technisches Equipment zurückgegriffen werden muss. Allerdings verdoppelt sich auf diese Weise die Veranstaltungsdauer, was ein nicht zu vernachlässigender Nachteil ist.

Interessant ist hierbei, dass es sich beim Konsekutivdolmetschen sowohl um eine Methode als auch um eine Dolmetschart handelt. Beispielsweise wird Gesprächsdolmetschen methodisch auch konsekutiv durchgeführt, ist dabei aber vom eigentlichen Konsekutivdolmetschen insofern zu trennen, dass dessen übersetzte Redeabschnitte weitaus kürzer und dynamischer sind.
Führungsdolmetschen
Wann immer Führungen oder Rundgänge mit ausländischen Besuchern ins Haus stehen, kommt die Überlegung auf, ob diese Führungen selbst in der Fremdsprache durchgeführt werden sollen oder ob man sich dafür professionelle Hilfe holt. Letztere Möglichkeit bietet sich vor allem dann an, wenn komplexe Maschinen oder schwierige Zusammenhänge erklärt werden müssen, die dann in der Muttersprache doch ein wenig leichter von der Hand gehen, als in der Fremdsprache. Beim Führungsdolmetschen setzen die Dolmetscher oft auf Personenführungsanlagen, die aus mehreren Empfängern samt Kopfhörern für die fremdsprachigen Besucher sowie einem Mikrofon samt Sender für den Dolmetscher bestehen. Dadurch kann die Führung simultan gedolmetscht werden und die Teilnehmer verfolgen dabei die Erklärungen zur Führung in ihrer Muttersprache. Bei kleinen Gruppen und Orten mit geringer Geräuschkulisse kann sich auch eine Mischung aus Konsekutiv-/ Flüsterdolmetschen anbieten, die entweder mit oder ohne technische Unterstützung durchgeführt werden kann.

Wir beraten Sie gerne bei der Durchführung eines solchen Projekts, stehen Ihnen mit Ratschlägen zur Seite, welche Dolmetschart für Ihre Veranstaltung benötigt wird, und gehen mit Ihnen gemeinsam die Anforderungen durch, damit Sie genau die Dienstleistung erhalten, die Sie benötigen.

Kontakt:

dolmetschen(at)mt-g.com
+ 49 731 176397 0    
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