Beipackzettel 37
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Juni 2016
Tipps aus den Fachgebieten
Optimale Ausgangsdokumente für die Übersetzung – Teil 4: Formatierung und Layout
Im letzten Teil unserer Serie „Optimale Ausgangsdokumente für die Übersetzung“ geben wir Ihnen einige Tipps, die Sie im Hinblick auf Formatierung und Layout für Ihre Ausgangsdokumente umsetzen können, um optimal in den Übersetzungsprozess zu starten.

Konsistente Formatierungen
Formatierungen innerhalb eines Textes sind bei der Arbeit von Redakteuren nicht mehr wegzudenken. Kaum ein Dokument kommt ohne kursivierte Wörter aus, geschweige denn ohne den Fettdruck – Hervorhebungen sind oftmals wichtig, manchmal sogar vorgeschrieben. Bei der Bearbeitung des Textes kommt es dann durchaus vor, dass diese Formatierungen auch über Wortgrenzen hinweg, bei Leerzeichen oder Zeilenumbrüchen, angewendet werden. CAT-Tools ziehen, neben der inhaltlichen Übereinstimmung, auch die Formatierungen von Ausgangs- und Zieltext in Betracht und schlagen während der Übersetzung auch diese Formatierungen dem Übersetzer vor. Dabei kann es sein, dass diese Vorschläge nicht korrekt übernommen werden und die Korrektur in der Nachbearbeitung Aufwand bedeutet. Prüfen Sie daher, ob die Formatierungen in Ihrem Text an den gewünschten Stellen aufhören.
Neben der wörtlichen Abgrenzung einzelner Formatierungen spielt auch deren konsistente Verwendung eine Rolle. Werfen Sie einen Blick auf die jeweiligen Verwendungszwecke Ihrer Hervorhebungen und prüfen Sie, ob diese über das Dokument hinweg im gleichen Kontext angewandt werden. Das gleiche gilt auch für Formatvorlagen – wenn diese konsistent verwendet werden, können so vermeidbare Kosten umgangen werden, da Ihre Treffer als 100 %-Matches erscheinen und nicht etwa als teurere Fuzzy-Matches.

Leerzeichen und Tabulatoren
Ihre Dokumente besitzen nicht nur Wortformatierungen, sondern werden auch mit Einrückungen, Leerzeichen und Tabulatoren strukturiert. Die beiden Letztgenannten haben dabei ein schwieriges Verhältnis zueinander, denn oftmals wird ein Einzug mit vielen Leerzeichen gebildet, der mit einem Druck auf die Tabulatortaste ebenfalls entstanden wäre. Beim Übersetzungsprozess stört dabei nicht die fehlende Effizienz der ersten Methode, sondern vielmehr die Art und Weise, wie diese Sätze in die CAT-Tools eingelesen werden. Stellen Sie sich vor, dass diese Programme von Punkt zu Punkt rechnen – also immer einen „Satz“ und dessen Zeichen aufnehmen. Wird nun der mit Leerzeichen strukturierte Satz eingelesen, werden im CAT-Tool alle Leerzeichen angezeigt, die händisch eingefügt wurden. Das mag bei zwei oder drei Leerzeichen verschmerzbar sein, bei über 30 wird es auch für den Übersetzer schwierig, den Überblick zu behalten – da der Übersetzer nicht am Erstellungsprozess des Dokuments beteiligt ist, kann er nicht einschätzen, ob Leerzeichen gelöscht werden können oder nicht. Im Zweifel belässt er die Leerzeichen im Zieltext.
Verwenden Sie auch bei Aufzählungen oder Nummerierungen die automatischen Aufzählungsmöglichkeiten, die Ihnen Ihr Programm bietet. CAT-Tools erkennen solche Aufzählungsmuster und behandeln diese entsprechend als 100 %-Matches, wenn diese mehrmals im Dokument vorkommen.

Silbentrennung
Bei Worttrennungen bietet es sich an, mit dem bedingten Trennstrich oder der automatischen Silbentrennung zu arbeiten, um eine einheitliche Trennung im Ausgangsdokument zu schaffen. Denn auch hier kommt es auf das Detail an: Werden bei Worttrennungen unterschiedliche Trennzeichen verwendet, so kommt es zu vermeidbaren Fuzzy-Matches. Bindestrich und bedingter Trennstrich mögen oberflächlich gleich aussehen, technisch handelt es sich aber um zwei unterschiedliche Zeichen, zwischen denen CAT-Tools unterscheiden. Eine radikale Möglichkeit, diese Thematik zu umgehen, besteht darin, auf die Silbentrennung komplett zu verzichten. Diese Vorgehensweise ist sehr verbreitet und kann, unter Umständen, viel Geld und Zeit sparen.

Je konsistenter und konsequenter die Formatierungen im Ausgangsdokument vorgenommen werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, eine gesunde Basis für gute Matches bei zukünftigen Projekten zu schaffen. Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie Ihre Ausgangsdokumente vorbereiten sollen, können Sie natürlich jederzeit an unser Projektmanagement herantreten. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Unsere Qualitätsstandards sind durch die tiefe Spezialisierung und
fortwährende Prozessoptimierung auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.